Archiv für Kategorie rechte szene ts und umgebung

[Bad Reichenhall] 19.05. Wo die Zeit Urlaub macht 2012

Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls

Mit einer antifaschistischen Demonstration haben wir im vergangenen Jahr die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall thematisiert. Aber es hat sich wenig verändert. Noch immer ist Bad Reichenhall ein Musterbeispiel für die widerliche, geschichtsrevisionistische, militaristische Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz. Die örtliche Kaserne ist weiterhin nach dem „Schlächter von der Krim“, dem Nazigeneral Konrad benannt und mit der „Kretabrücke“ und der „Kretagedenkfeier“ wird immer noch der deutsche Angriffskrieg auf Kreta glorifiziert. Kein Wunder also, dass sich Neonazis hier besonders wohl fühlen und fast ungestört agieren können. Wir meinen, es darf keine „homezone“ für Neonazis geben und fordern weiterhin die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls. Deshalb organisieren wir für Samstag, den 19. Mai 2012 – kurz vor dem Jahrestag des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf Kreta – erneut eine Demonstration in Bad Reichenhall.

Reeducate Bad Reichenhall

„Jeder Hochmut gegenüber der Landbevölkerung ist mir fern. Ich weiss, dass kein Mensch etwas dafür kann, ob er ein Städter ist oder im Dorf groß wird. Ich registriere dabei nur, dass wahrscheinlich die Entbarbarisierung auf dem platten Land noch weniger als sonst wo gelungen ist. Auch das Fernsehen und die anderen Massenmedien haben wohl an dem Zustand des mit der Kultur nicht ganz Mitgekommenseins nicht allzu viel geändert. Mir scheint es richtiger, das auszusprechen und dem entgegenzuwirken, als sentimental irgendwelche besonderen Qualitäten des Landlebens, die verloren zu gehen drohen, anzupreisen. Ich gehe so weit, die Entbarbarisierung des Landes für eines der wichtigsten Erziehungsziele zu halten.“

(Theodor W. Adorno, 1966 , Erziehung nach Auschwitz)

[…]
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Mobivideo:

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Antifa Demo in Bad Reichenhall

Am Samstag, den 21. 5. 2011 demonstrierten über 200 Menschen im oberbayrischen Kurort Bad Reichenhall für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung des Ortes. Die Demonstration war der bisherige Höhepunkt einer Kampagne des Bündnis RABATZ, deren Ziel es ist, auf die geschichtsrevisionistische, militaristische und den Nationalsozialismus glorifizierende Grundstimmung in Bad Reichenhall und der Region aufmerksam zu machen und dagegen zu intervenieren. So ist die lokale Gebirgsjägerkaserne in Reichenhall noch immer nach dem Nazigeneral Konrad benannt, einem der maßgeblichen militärischen Verantwortlichen für den Vernichtungskrieg auf der Krim, alljährlich Mitte Mai gedenken Altnazikameradschaften, Neonazis, Bunderwehrsoldat_innen und lokale Politprominenz, wie der Reichenhaller Bürgermeister Herbert Lackner dem deutschen Überfall auf Kreta vom 20.5.1941, wo sich auch Reichenhaller Gebirgsjäger an den zahlreichen Massakern an der kretischen Bevölkerung beteiligten. So zum Beispiel auch die 5. Gebirgsjägerdivision aus Reichenhall, die am 1.August 1941 das Dorf Skines zerstörte und 148 kretische Zivilist_innen ermordete. Ein Gedenken an die Opfer der Nazis sucht mensch in Bad Reichenhall jedoch vergeblich.

[weiterlesen auf linksunten.indymedia.org]

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Erneut SS-Gedenken in Bad Reichenhall

Neonazis hielten im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein am Sonntag, den 08. Mai 2011 erneut ein neonazistisches SS-Gedenken zur Glorifizierung der SS-Einheit Charlemagne ab. Das RABATZ-bündnis kritisiert, dass auch dieses Jahr den vermutlich 80 Teilnehmer_innen kein zivilgesellschaftliche Widerstand entgegengesetzt wurde und ruft zu für den 21.Mai zu einer antifaschistischen Demonstration in Bad Reichenhall auf.

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21.05.11 Bad Reichenhall – Wo die Zeit Urlaub macht

21.05.2011 – Von Mittenwald nach Bad Reichenhall
Wo die Zeit Urlaub macht
Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls!

Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstörte. Zum 70. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta rufen wir dazu auf, am Sa, 21.05.2011 in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand zu demonstrieren.

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[sbg] 09.04.11 enough is enough

09.04.11 // 15.00 // Platzl (Anfang Linzergasse) // Salzburg

Als im Jänner 2011 Unbekannte drei zum Gedenken an von den Nazis im KZ ermordete jüdische Familie Neuwirth in der Arenbergstraße verlegte Stolpersteine ausgruben, stahlen und das entstandene Loch mit Beton ausgossen, meinte Burghard Vouk, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, dass neben “einer politischen Motivation” auch ein “reiner Messingdiebstahl denkbar wäre”. Denn “eine besonders aktive rechtsradikale Szene gebe es in Salzburg derzeit jedenfalls nicht”. Dabei ist Messingdiebstahl als Motiv absolut unwahrscheinlich. Die Stolpersteine sind nur mit einer dünnen Schicht Messing überzogen, dafür würde kein vernünftiger Dieb und keine vernünftige Diebin sich die Mühe machen, die Steine mühsam zu entfernen und dann noch die Stelle zuzubetonieren.
Diese Episode aus der jüngsten Salzburger Geschichte verdeutlicht vor allem eines: die anständige Mitte der Gesellschaft will die Probleme mit den extrem Rechten nicht sehen. Selbst wenn sie mit der Nase in der braunen Scheiße steckt, will sie, wenn man sie danach fragt, nichts gerochen haben.

[weiterlesen auf antifa-s.tk]

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Solidarität mit dem Sub in Salzburg

Am Samstag, dem 19.2. kam es erneut zu einer Attacke von Neonazis und Hooligans auf das selbstverwaltete Sozial- und Kulturzentrum SUB in der Müllnerhauptstraße. Nachdem das Stammlokal der Neonazis, die Müllnerstube, wegen Umbauarbeiten geschlossen war, stellte dies nun den ersten Übergriff seit 3 Monaten dar. Chronik der Ereignisse: Wir haben ein Problem

Um ca. 23 Uhr versuchten mehrere Personen die versperrte Tür des SUB einzutreten, was ihnen nach kurzer Zeit auch gelang. Zu diesem Zeitpunkt befand sich nur ein SUB-Vereinsmitglied in den Räumlichkeiten. Nach gewaltsamer Öffnung der Tür stürmten 3 Personen, 2 davon vermummt, ins Innere, rissen antifaschistische Poster von der Wand und attackierten das Vereinsmitglied mit einem Schlag ins Gesicht. Die Schläger wurden aber schnell von ihrem vermeintlichen Anführer zurückgepfiffen. Dieser drohte dem Vereinsmitglied mit einem großangelegten Angriff, sollte noch einmal im Internet über die Neonaziübergriffe berichtet werden. Ein Augenzeuge berichtete von weiteren 15-20 Neonazis vor dem SUB, welche pyrotechnische Gegenstände unter Autos warfen und mit “Sieg Heil!” grüßten.

Bitte verbreiten sie diese Information. Das SUB erwartet nun weitere Übergriffe und hofft auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

Kein Platz für Nazis und deren Ideen. Niemals, nirgendwo!

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Rassistische Prügelei: npd Funktionär mit dabei

[aida] Mühldorf. Wegen eines gewalttätigen Angriffs auf einen dunkelhäutigen Brasilianer hat das Amtsgericht Mühldorf (Oberbayern) drei Rechtsextremisten zwischen 21 und 34 Jahren zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der Älteste des rassistischen Trios ist Kreisvorsitzender der örtlichen NPD.

Laut einem Bericht des Oberbayerischen Volksblatts hatten die drei rechtsextremen Gewalttäter Ende Juli 2009 den 36jährigen Brasilianer im Mühldorfer Bahnhof zunächst mit Fragen provoziert, ob er Marihuana verkaufe. Dann hetzten die Rassisten den Mann bis außerhalb des Bahnhofs, wo sie ihn beschimpften und auf ihn einschlugen. Die Hetzjagd ging wieder zurück in das Bahnhofsgebäude; dort im Bahnhofskiosk schlugen die drei Männer erneut auf den Brasilianer ein und rissen ihm mehrere Rasta-Locken aus.


[weiterlesen bei aida]

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Demo gegen NPD in Halsbach am 3.10.08

Heute fand in Halsbach eine Demonstration gegen die npd statt. Die npd hatte in der nahe Traunstein gelegenen Gemeinde ein Wirtshaus gepachtet, um dort ein Schulungszentrum und einen rechten Club einzurichten.

Indymedia-Artikel

Während dieser von bürgerlicher Seite angemeldeten Demo kam es immer wieder zu Anfeindungen der Bürgerlichen, vor allem Ordner_innen gegenüber Antifas. Den traurigen Höhepunkt dieser Demonstration stellte die Abschlusskundgebung dar, dort sprach der Vorstand des örtlichen Soldaten- und Kriegervereins.
Die npd Faschos um Norman Bordin konnten ungehindert von einem Balkon des Gasthauses antifas ablichten.

Ca 750 Menschen kamen heute trotz herbstlichen Regenwetters nach Halsbach, um ihren Unmut gegenüber dem Einzug der npd in das örtliche Wirtshaus deutlich zu machen. Bereits bei der Anreise kam es zu schikanösen Kontrollen der Bullen.

Gegen 15 Uhr startete dann die Demo, welcher sich auch geschätzte 40 Antifas anschlossen. Als dieser kleine Antifablock dann vor dem Gasthof Gruber, in welchem sich die npd eingenistet hatte, stehen bleiben wollte, um lautstarken Protest den vom Balkon herunterfotografierenden Faschos entgegen zu werfen. Obwohl es bis auf einen Böller und einen Steinwurf friedlich blieb, versuchten trotzdem die Demoordner_innen sich als Hilfsbullen aufzuspielen. Teilweise wandten sie körperliche Mittel an, um die Antifas zum Weitergehen zu bringen, denn die Demo sollte nicht allzulange dort stehen bleiben; am ca 500 m entfernten Abschlusskundgebungsort könne der Protest genauso gut vermittelt werden und wir als Linksextremist_innen seien doch genau dieselben (O-Ton einiger Ordner).
Schließlich ließen sich die Antifas doch zum Weitergehen zwingen (auch durch die Präsenz des USK).

Nach weiteren Diskussionen und einer vertanenen Chance doch noch direkt vor dem Gasthof stehen zu bleiben, blieb nichts anderes übrig als an der Abschlusskundgebung teilzunehmen. Das USK hatte gemeinsam mit den Ordner_innen die Strasse abgeriegelt, so dass an ein Durchkommen nicht mehr zu denken war.

Bei der Abschlusskundgebung kam es dann zum nächsten Vorfall. Als ein Verteter der Soldaten- und Kriegerkameradschaft als Redner angekündigt wurde, führte das verständlicherweise zu lautstarken Protesten der Antifas. Hier stellte sich die Frage, warum auf einer Demonstration gegen faschistische Strukturen einer Organisation, welche sich aus NS-Veteranen und ausgeschiedenen Bundeswehrsoldat_innen zusammensetzt das Wort gewährt wird, Antifaschist_innen allerdings nicht. Als die Anfeindungen überhand nahmen, hatten die Meisten logischerweise die Schnauze voll und verließen die Veranstaltung. Bei der Abreise kam es wieder zu Kontrollen, diesmal von der Kripo.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es für Südostbayern genau wie überall eine Katastrophe darstellt, wenn die npd in Halsbach ein Schulungszentrum, sowie einen rechten Club etabliert. Und natürlich ist hier jede Art von Protest richtig und wichtig. Kommt es allerdings zu Vorfällen wie am heutigen Tag, dass mensch als linksradikaleR, autonomeR, anarchistIn, punk oder antifa von vielen Halsbacher_innen angefeindet wird, stellt sich die Frage, worum es den Bürger_innen wirklich geht und ob hier wirklich für die Zukunft Bündnisse eingegangen werden sollten oder ohne bürgerliche Beteiligung agiert wird.

Trotzdem nehmen wir etwas Positives vom heutigen Tag mit…es war tatsächlich möglich, innerhalb kürzester Zeit ca 40 Menschen linksradikaler Natur zu mobilisieren, und das in einer stockkonservativen Region. Deshalb hoffen wir für die Zukunft, dieses Problem aus der Welt schaffen zu können, mittels einer in den nächsten Wochen anlaufenden südostbayernweit koordinierten Kampagne zur Unterstützung antifaschistischer Subkultur und vielleicht auch mit einer bayernweiten antifa Mobilisierung.

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NPD nistet sich in Halsbach ein

Nun ist es traurige Gewissheit die npd hat den Landgasthof Gruber in Halsbach erworben. Dort will sie in der ca 30km von Traunstein entfernten Gemeinde ein Schulungszentrum und einen rechten Club installieren. Regt sich nicht jetzt aktiver Widerstand dagegen haben mindestens die beiden Landkreise Altötting und Traunstein in ein paar Monaten ein Riesenproblem.

Rechtsradikale werden sich in Scharen nicht nur in Halsbach sondern auch in den umliegenden Gemeinden tummeln. Rechtsextremistisch motivierte Straftaten werden sich in einer rapiden Zahl erhöhen. Aber nicht nur für die nähere Umgebung stellt dieses Zentrum eine Gefahr dar. Jeder noch so kleine Rückzugsort für Faschisten bedeutet ein neues Krebsgeschwür für eine friedliche, bunte, tolerante Gesellschaft. Um dem vorzubeugen ist es die Pflicht jedes Menschen antifaschistischen Widerstand zu leisten und zwar nicht erst nachdem sich die Berichte über Verbrechen rechtsradikaler SchlägerInnen häufen und Menschen, die nicht in das verblendete Weltbild der Neonazis passen, einer ständigen Gefahr ausgesetzt sein werden.

Eine Möglichkeit bietet eine Demonstration am 3.10 in Halsbach um 15 Uhr.

Rechte Rückzugsmöglichkeiten verhindern!

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NPD in Halsbach (ca 30km von Traunstein)

Halsbach eine kleine Gemeinde mit ca 800 Einwohnern in der Nähe von Traunstein wird ab 1. Oktober zum Treffpunkt rechtsradikaler Kader. Die npd hat das dortig, ansässige Wirtshaus “Landgasthof Gruber” erworben.

Bereits im September letzten Jahres feierte der vorbestrafte, bekannte Neonazi Norman Bordin seinen Geburtstag im Wirtshaus Gruber in Halsbach. Rund 400 Faschos sollen damals vor Ort gewesen sein. Im Dezember wollte der offen mit der npd sympathisierende Wirt Alois Gruber ein rechtes Skinhead konzert organisieren, welches aber von den Bullen verboten wurde.

Indymedia-Artikel

Nun ging in den letzten Monaten das Gerücht um die NPD wolle das Wirtshaus kaufen und dort ein Schulungszentrum sowie einen Club errichten. Finanzieren will die npd die geschätzten 1,8 Mio € mit Hilfe des Hamburger Rechtsanwaltes, bekennenden Rassisten und stellvertredenden npd-vorsitzenden jürgen rieger. Am 1. September wurde dann die traurige Wahrheit bekannt gegeben. Die Gemeinde kann die geschätzten 1,8 mio € nicht stemmen und somit wird das Gebäude entweder an die npd verpachtet (geschätzte 6000€/Monat) oder verkauft.

Dass hinter dieser Bekanntmachung kein Fake oder eine Verkaufsstrategie von Alois Gruber, um mehr Geld von der Gemeinde verlangen zu können, steckt ist die Tatsache, dass norman bordin seit 15.September als eventmanager im Gasthof Gruber angestellt ist und an diesem Tag auch eine Einstandsveranstaltung dort abhielt.

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