Archiv für Kategorie Demonstrationen

[muc] 26.11.11 Nazis morden der Staat lädt nach



Nazis morden, der Staat lädt nach…
Gegen Naziterror! Verfassungsschutz auflösen!

Am 11. November 2011 erschossen sich die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach einem missglückten Banküberfall in ihrem brennenden Wohnmobil. Kurz darauf brannte in Zwickau eine Wohnung aus. Wie sich bald herausstellen sollte, war diese Wohnung jahrelang zentraler Knotenpunkt und Unterschlupf einer Neonazi-Terrorzelle, diesich selbst als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezeichnet. Bei den Tatortuntersuchungen fanden die Ermittler_innen neben der Dienstwaffe einer 2007 in Heilbronn erschossenen Polizistin auch eine Pistole, die von 2000 bis 2006 bei insgesamt 9 Morden an Menschen mit migrantischem Hintergrund benutzt wurde. Im Zuge der Aufklärung der Morde hatte die Polizei nie in Richtung einer rassistischen Motivation ermittelt, sondern stattdessen versucht, die Opfer als Teil von kriminellen Machenschaften zu diffamieren. Bedenken und Hinweise von Hinterbliebenen der Opfer auf einen rechten Hintergrund ignorierten die Beamt_innen. Diese beschränkte Sichtweise zeigte sich auch in der Namensgebung der SOKO „Bosporus“ und der medialen Bezeichung als so genannte „Dönermorde“.

Entgegen der allgemeinen Empörung, die diese Mordserie als eine neue Form von rechtsterroristischer Gewalt und Organisierung darstellte, zieht sich die Spur rechter Morde seit 1945 wie ein brauner Faden durch die Geschichte der BRD. Insbesondere München war immer wieder Schauplatz neonazistischen Terrors[…]

[weiterlesen auf:]

http://26nov.tk/

Keine Kommentare

[muc] 15.10.11 Rechtspopulist_innen den Tag vermiesen

Am Samstag, den 15. Oktober plant die Partei „Die Republikaner“ einen Aufmarsch in München. Die rechtspopulistische und rassistische Splitterpartei, die in den 80iger und 90iger Jahren einige Wahlerfolge verbuchen konnte, will damit „gegen die Euro-Politik der Bundeskanzlerin“ demonstrieren. Zu diesem Zweck wollen die „Republikaner“ bundesweit nach München mobilisieren, sprechen sollen u.a. ihr Bundesvorsitzender Rolf Schlierer, der bayerische Landesvorsitzende Johann Gärtner, sowie der Landesobmann der Salzburger FPÖ Karl Schnell.

Gegen diesen Aufmarsch der rechtspopulistischen und rassistischen „Republikaner“ rufen wir zu Protesten auf!

Die Republikaner haben in den letzten Jahren zunehmend an parteipolitischer Relevanz verloren. Während die Partei Ende der 80iger Jahre und Anfang der 90iger das wohl erfolgreichste Parteiprojekt rechts der CDU/CSU war und zweimal im baden-württembergischen Landtag und einmal im Berliner Abgeordentenhaus, sowie im europäischen Parlament vertreten war, fristet die Partei heute einzig auf kommunaler Ebene ein tristes Dasein. Das Aufkommen anderer extrem rechter Parteien, wie etwa der „PRO-Bewegung“ oder der Partei „Die Freiheit“ oder auch der sog. „Schillpartei“ vor einigen Jahren und nicht zuletzt die relativen Erfolge der NPD hat sie mehr und mehr in die weitgehende Bedeutungslosigkeit innerhalb der ohnehin zersplitterten deutschen Rechten getrieben.

[more auf antifa nt]

Keine Kommentare

[Deggendorf] 17.09. Wake up

mehr Infos beim Antifaschistischen Aktionskollektiv Straubing

Keine Kommentare

[Bonn] 01.-03.10.2011 Gegen die Einheitsfeierlichkeiten

Hierzu dokumentieren wir den Aufruf des Bündnis gegen die Einheitsfeierlichkeiten:

FRIEDE.FREUDE.EIERKUCHEN?
Gegen Einheitsfeier und NRW-Tag

Vom 1. bis 3. Oktober feiern sich die deutsche Nation und das Bundesland NRW in Bonn. Drei Tage lang soll beim „Deutschlandfest“ Friede.Freude.Eierkuchen (das original Motto lautet: „Freiheit, Einheit, Freude“) zelebriert werden. Auf der „prächtigen Festparade“ „Freue Dich Deutschland!“ wird wieder mal, aber in zunehmend grotesker Form, die jährliche Inszenierung des Burgfriedens von Staat, Nation und Volk aufgeführt. Klar, bei dieser Reihe an schönen Veranstaltungen dürfen auch wir nicht fehlen, um unsere Meinung zu Deutschland lautstark zu formulieren. Wir stellen eins klar: Ihr könnt uns mal mit eurer Standortpolitik. Wir machen für Deutschland keinen Finger krumm!

[weiterlesen auf friede-freude-eierkuchen.net]

Keine Kommentare

[muc] 16.07. Bash Back! Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus


Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft
Bash Back!

Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers1 zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Gegen diese Veranstaltung rufen wir zu Protesten auf!

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland, wobei sie in ihrem völkischen Nationalismus Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands begreifen. Ihre Vorstellung von Nation gründet dabei in der rassistischen Blut-und-Boden-Ideologie, die systematisch nicht-weiße Menschen, Jüd_innen, Sint_izza, Romni_ja und viele andere ausschließt…

[read more]

Keine Kommentare

Antifa Demo in Bad Reichenhall

Am Samstag, den 21. 5. 2011 demonstrierten über 200 Menschen im oberbayrischen Kurort Bad Reichenhall für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung des Ortes. Die Demonstration war der bisherige Höhepunkt einer Kampagne des Bündnis RABATZ, deren Ziel es ist, auf die geschichtsrevisionistische, militaristische und den Nationalsozialismus glorifizierende Grundstimmung in Bad Reichenhall und der Region aufmerksam zu machen und dagegen zu intervenieren. So ist die lokale Gebirgsjägerkaserne in Reichenhall noch immer nach dem Nazigeneral Konrad benannt, einem der maßgeblichen militärischen Verantwortlichen für den Vernichtungskrieg auf der Krim, alljährlich Mitte Mai gedenken Altnazikameradschaften, Neonazis, Bunderwehrsoldat_innen und lokale Politprominenz, wie der Reichenhaller Bürgermeister Herbert Lackner dem deutschen Überfall auf Kreta vom 20.5.1941, wo sich auch Reichenhaller Gebirgsjäger an den zahlreichen Massakern an der kretischen Bevölkerung beteiligten. So zum Beispiel auch die 5. Gebirgsjägerdivision aus Reichenhall, die am 1.August 1941 das Dorf Skines zerstörte und 148 kretische Zivilist_innen ermordete. Ein Gedenken an die Opfer der Nazis sucht mensch in Bad Reichenhall jedoch vergeblich.

[weiterlesen auf linksunten.indymedia.org]

Keine Kommentare

17.05. Bad Reichenhall: Kundgebung gg. Kretagedenken

Im Rahmen der antifaschistischen und antimilitaristischen Kampagne „Wo die Zeit Urlaub macht – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ fand heute eine Kundgebung gegen das in unmittelbarer Nähe stattfindende geschichtsrevisionistische Kreta Gedenken der Gebirgsjägerkameradschaft Bad Reichenhall statt.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Feier zu Ehren der beim Kampf um Kreta gefallenen „Reichenhaller Gebirgsjäger“ und ein Gedenken an den Bombenangriff auf die Stadt Reichenhall. Dagegen hatte das Rabatz Bündnis, eine autonome Vernetzung in Oberbayern, Salzburg und Tirol zu einer Kundgebung aufgerufen.

Während auf der einen Seite der Straße Antifas in Redebeiträgen das geschichtsrevisionistische Gedenken scharf kritisierten, bemühten sich auf der anderen, Alt- und Neonazis sowie Bundeswehr-Rekruten der Reichenhaller Gebirgsjäger gemeinsam mit Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner, ihr Gedenken trotz der lautstarken Proteste abzuhalten, das in den letzten 40 Jahren ungestört statt finden konnte. Das war diesmal allerdings nur in Teilen möglich, da die Teilnehmer_innen die Reden, die immer wieder von Musik und Parolen übertönt wurden, nicht verstehen konnten. Sie entrüsteten sich wiederholt über “pietätlose Parolen” wie „Hoch die Partisan_innen“ und die lautstark abgespielte Musik.
Trotz des ungünstigen Termins (Dienstag Mittag) gelang es der überschaubaren Zahl Antifas das Gedenken spürbar zu stören und zum verfrühten Abbruch zu zwingen.

Als Höhepunkt der Kampagne „Wo die Zeit Urlaub macht“ wird eine Demonstration am kommenden Samstag 21.5. stattfinden.

Anlässlich des 70. Jahrestags der deutschen Invasion auf Kreta ruft die autonome Vernetzung “Rabatz” dazu auf, am Samstag, den 21.05.2011 in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand zu demonstrieren.

Die Demo wird um 14 Uhr am Bahnhof Bad Reichenhall/Kirchberg starten.

Für weitere Infos checkt:
http://badreichenhall.org

Keine Kommentare

21.05.11 Bad Reichenhall – Wo die Zeit Urlaub macht

21.05.2011 – Von Mittenwald nach Bad Reichenhall
Wo die Zeit Urlaub macht
Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls!

Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstörte. Zum 70. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta rufen wir dazu auf, am Sa, 21.05.2011 in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand zu demonstrieren.

[weiterlesen auf badreichenhall.org]

Keine Kommentare

[muc] 30.04.11 Stadt für Alle – Alles für Alle

Am Abend des 30. Aprils wollen wir unter dem Motto „Stadt für Alle – Alles für Alle“ mit einer antikapitalistischen Demonstration durch München ziehen. Es geht uns dabei um eine kollektive (Wieder-) Aneignung des städtischen Raums, der in kapitalistischen Gesellschaften immer Menschen ausschließt, an den Rand drängt und unsichtbar macht. Mit der Wahl des Datums stellen wir uns bewusst in den Kontext der 1. Mai – Demonstrationen, wollen uns aber gleichzeitig dem dort zelebrierten Arbeitsethos entziehen und eine antikapitalistische Perspektive jenseits von Lohnarbeit aufzeigen.

Wir wollen eine Stadt, in der öffentlicher Raum allen zugänglich ist, in der unsere Bewegungs- und Handlungsfreiheiten nicht eingeschränkt werden. Sei es durch institutionelle Kontrollmechanismen wie Kameraüberwachung, Bullen oder private Sicherheitsdienste; sei es durch strukturelle Mechanismen wie den gesellschaftlichen Ausschluss von Erwerbslosen und Obdachlosen; sei es durch sexualisierte Gewalt. Wir wollen eine Stadt in der Zugang zu Wohnraum sich nicht nach Einkommen, Nachname, Gender oder Herkunft richtet, in der barrierefreie Architektur allen Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht und in der Menschen nicht durch Gentrification aus ihren Vierteln vertrieben werden.
Gerade für München ist es bezeichnend, dass einerseits zehntausende Quadratmeter an Büro- und Gewerbeflächen leerstehen, während andererseits jede_r weiß, wie lange die Wohnungssuche hier dauern kann. Ganz zu schweigen von all denjenigen, die sich die Mieten hier nicht leisten können und ins Umland oder in andere Städte abgedrängt werden.

Kein Mensch kann mit offenen Augen einen Tag durch München gehen, ohne Zeug_in oder Betroffene_r rassistisch-motivierter Personenkontrollen zu werden. Dies ist nur ein Aspekt, wie Rassismen sich in und durch Städte äußern. „Geduldete“ Flüchtlinge sind durch rassistische Gesetze in Bayern dazu gezwungen in Lagern zu leben, die oft fernab von Städten und Verkehrsmitteln liegen, sowie katastrophale hygienische und wohnliche Bedingungen aufweisen. An Privatsphäre ist in Gruppenzimmern und mit einem Personal, das sich mit seinen Schlüsseln jederzeit Zutritt verschaffen kann, nicht zu denken. Vielfach sind Bewohner_innen der Lager betroffen von sexualisierter Gewalt von Seiten des Personals vor Ort, was allerdings meist nicht zur Anzeige gebracht wird.
Flüchtlingen ist schlichtweg untersagt, sich selbstständig eine Wohnung zu suchen und – durch die Residenzpflicht – sich frei zu bewegen. Städtische Räume sind also maßgeblich auch durch oft vergessene oder unsichtbar gemachte rassistische Ausschlussmechanismen geprägt.
Auch unkommerzielle Kunst und Kultur hat es in kapitalistischen Städten, allen voran in München, schwer. Dort wo sie sich nicht in Verwertungs- und Nützlichkeitslogiken integrieren kann oder will, stößt sie auf Widerstand und Repression. Vormals antagonistische/widerständige Kultur und Praxen haben sich dem kapitalistischen Prozess angepasst: sei es durch Clubs, in denen „alternative“ Bands 15 Euro Eintritt und das Bier 4 Euro plus Pfand kosten, sei es durch hippe Musikszenen, die sich höchst profitabel vermarkten lassen oder sei es durch Strategien, die StreetArt in einem kapitalistischen Kalkül nutzen wollen. Die Formen unkommerzieller Kunst und Kultur, die sich solch einer Vereinnahmung und Integration entziehen, bleiben als „Ruhestörung“ und „Vandalismus“ mit (staatlichen) Repressionsapparaten konfrontiert.
Unser Widerstand richtet sich nicht nur gegen die (Um-) Strukturierungen von kapitalistischen Städten, sondern gegen den Kapitalismus als Ganzes, dem diese Prozesse zu Grunde liegen. Mit unseren vielfältigen Kämpfen für ein schönes, selbstbestimmtes Leben für Alle in der Stadt und überall streben wir eine Kompliz_innenschaft mit anderen, emanzipatorischen und sozialen Kämpfen gegen die kapitalistische, herrschaftsförmige Gesellschaft, in der wir leben, an.

Vielfältig! Kreativ! Bunt! Unkontrollierbar!

Kommt alle zur antikapitalistischen, linksradikalen Abenddemo am 30. April 2011 um 18 Uhr zum Weißenburger-Platz (U/S-Bahn Rosenheimerplatz) in München!
Aufrufe, und weitere Infos: le-monde.tk

Keine Kommentare

[sbg] 09.04.11 enough is enough

09.04.11 // 15.00 // Platzl (Anfang Linzergasse) // Salzburg

Als im Jänner 2011 Unbekannte drei zum Gedenken an von den Nazis im KZ ermordete jüdische Familie Neuwirth in der Arenbergstraße verlegte Stolpersteine ausgruben, stahlen und das entstandene Loch mit Beton ausgossen, meinte Burghard Vouk, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, dass neben “einer politischen Motivation” auch ein “reiner Messingdiebstahl denkbar wäre”. Denn “eine besonders aktive rechtsradikale Szene gebe es in Salzburg derzeit jedenfalls nicht”. Dabei ist Messingdiebstahl als Motiv absolut unwahrscheinlich. Die Stolpersteine sind nur mit einer dünnen Schicht Messing überzogen, dafür würde kein vernünftiger Dieb und keine vernünftige Diebin sich die Mühe machen, die Steine mühsam zu entfernen und dann noch die Stelle zuzubetonieren.
Diese Episode aus der jüngsten Salzburger Geschichte verdeutlicht vor allem eines: die anständige Mitte der Gesellschaft will die Probleme mit den extrem Rechten nicht sehen. Selbst wenn sie mit der Nase in der braunen Scheiße steckt, will sie, wenn man sie danach fragt, nichts gerochen haben.

[weiterlesen auf antifa-s.tk]

Keine Kommentare