Archiv für Kategorie Antirepression & Datensicherheit

Nichts ist zu Ende – Stellungnahme aus Greece

Nichts ist zu Ende – Wir stehen immer noch am Anfang – Stellungnahme

Wir befinden uns im sechsten bis siebten Tag des Aufstands und alles sieht danach aus, daß dies erst der Anfang war! Die Aktionen flauen nicht ab, sondern sie werden, erfolgreich und unaufhaltsam, weiter ausgebaut.

Wer steht hinter diesem Aufstand? Wessen Aktionen und Kraft lassen die Flamme noch immer weiter brennen?

Die Anarchisten?
Die Stundenten/Schüler?
Die Immigranten?
Die Arbeitslosen?
Die Jugend der reichen Vorstädte im Norden und im Süden?
Die Sinti_za und Rom_nija?
Die Hooligans?
Die Arbeiter?

Sie alle und mehr sind die Handelnden in diesem Aufstand! Sie alle zusammen bilden das unaufhaltsame Feuer, das mit der feigen und undenkbaren Ermordung des 15-jährigen Alexis, welche Samstagnacht ganz Griechenland schockierte, ausbrach.

Wir alle, in unserer Verschiedenheit, prägen die Geschichte und unseren Planeten. Dieser Aufstand wird nicht nur nicht aufhören sondern sich in ganz Europa, ja der ganzen Welt ausbreiten. Wir haben die Panik der Regierung begriffen. Trotzdem gibt es kein Vergeben, keine Rechtfertigung, kein Ertragen der nie dagewesenen Gewaltorgie die die Regierung entfesselt. Was alles noch schlimmer macht, ist daß diese Gewalt von den Medien nicht dokumentiert oder unerträglich falsch dargestellt wird. Unsere Freunde wurden grundlos geschlagen, Studenten/Schüler werden zusammengeschlagen, Faschisten (?at their own distress?) ziehen ihre Waffen, Polizisten handeln ohne Kontrolle, die Leben von Immigranten sind in Gefahr und alles was die Medien berichten können sind zerstörte Läden und “kriminelles” Plündern.

Zu ihrem eigenen Unglück. Alles was übrig ist sind einige ältere Hausbesitzer und einige verängstigte Menschen und die Faschisten. Unsere Wut kennt keine Grenzen und deswegen sollten sie ab sofort vorsichtig sein. Der Aufstand macht das Unmögliche möglich.

Es ist der Traum der erwacht, wen der vorhergende Alptraum endet. Denn, Freunde, es war ein Alptraum den wir in den westlichen Vororten, in Athen und im Rest der Welt lebten. In einer hässlichen und untergegangenen Stadt, um auf unser tägliches Leiden zu spucken, um unsere Fantasie zu töten, um vor anderen Menschen Angst zu haben, um in unserer Unfähigkeit hilflos alleingelassen zu werden, um mit verlogener Werbung bombardiert zu werden, um zu glauben daß wir verdienen was wir haben und nicht das woran wir glauben.

Alex wir schämen uns vor dir für das was wir haben, weil dein Blut nötig war um uns aus diesem Alptraum aufzuwecken und den Traum vom Leben zu leben. Allerdings, wenn wir uns vor dir schämen, wird der Rest verängstigt sein (?with a fear that flows in their guts?). Zuallererst die Polizisten, die sich wie Aufständische anziehen um Studenten/Schüler in die Verließe ihrer Stationen zu entführen.

KEINE GNADE FÜR SIE!
SIE KÖNNEN SICH NICHT VOR UNS VERSTECKEN.

Die Strafe kommt und keine Regierug wird sie retten. Ihr seid es, die die schlimmste aller Ideologien verbreiten, die abscheuliche Miesmacherei, die ausgebrochen Angst und das alles nur um euch selbst zu retten. Ihr werdet damit nicht durchkommen! Es seid nicht nur ihr, die ihr das obengenannte tut. ALLE Parteien die im Parlament sitzen sind in ihrem Todeskampf und zerreißen sich selbst um den Aufstand zu beruhigen. Die Arbeiter, die sich ihr Leben nicht ohne ihre Läden vorstellen kann, dehydrierte Geschöpfe die nur leben um Geld anzuhäufen, auch sie leben mit der lebendigen Angst. Sie müssen uns nicht so sehr fürchten! Ausser diejenigen die für die mörderische Macht handeln und diese unterstützen. Den Rest werden wir in Ruhe lassen. Ein “Gut gemacht” an die Arbeiter die über ihren eigenen Schatten gesprungen sind und auf der richtigen Seite eingebracht haben! Es spielt keine Rolle wie viele es sind, es sind nicht wenige! Doch wir haben zuviel über die Arbeiter geschrieben…

Jetzt wird die Geschichte von allen Kräften geschrieben und diese Kräfte werden durch ihre Präsenz in den nächsten Tagen unglaublich stark werden. Nach 6 Tagen mit heftigen Zusammenstößen, wird HEUTE die zweite Runde, mit neuen Meilensteinen und neuem Widerstand beginnen. HEUTE ist das neue Zusammentreffen der Geschichte, 12 Uhr mittags auf dem Propylaia (Zentrum Athen) Schüler, die die schlimmste Polizeigewalt gespürt haben, werden da sein. Aufständische Studenten von 2006-2007 werden da sein. Arbeiter, die nicht zur Arbeit gehen werden und in den letzten Tagen ihren Boss auf eine andere Weise angeehen haben, werden da sein. Immigranten, die seit Jahren wissen was es heißt unter einer Junta zu leben, werden da sein. Wir, aus den westlichen Vorstädten, die wir jahrzehntelang von einem lächerlichen Regionalismus zerrissen waren, werden da sein.

WIR WERDEN ALLE DA SEIN!

Sie beschuldigen uns das der Aufstand ziellos, blind und contraproduktiv sei. Daß wir nicht wüssten was wir wollen und nichtmal was wir nicht wollen. Das wir Diebe und Zerstörer sind. Es ist aber so, daß wir wissen, was wir wollen und was nicht. Wir wollen keiner Söldner-Polizisten die Teenager terrorisieren. Wir wollen keinen chemischen Krieg, der unsere Lungen blockiert und unsere augen blind macht. Wir wollen kein M.A.T. (Aufstandsbekämpfungseinheit in Griechenland), keine Rausschmeisser, keine Zuhälterschmarotzer, keine Institutionen der professionellen Gewalt und des Zwangs. Wir wollen keine verschmutzte Luft, verbrannten Wälder, Beton der die Erdoberfläche zerstört. Wir wollen keine Gefängnisse die Menschen zerstören, durchgeknallte Gesetze für Gras, Kameras die unser Leben aufzeichnen um leblosen Besitz zu beschützen.

In diesem Manifest für das Leben nach dem Aufstand verlangen und verhängen wir

  1. Die Befreiung des Stadtzentrums Athens von Autos. für Fußgänger, Fahradfahrer und Kinder.
  2. Umwandlung der zerstörten Banken in Unterkünfte für Arme, Bücherläden, kostenlose Internetcafes und Coffeeshops.
  3. Umwandlung der zerstörten Polizeistationen in Kochstationen welche kostenloses biologisches Essen für jeden der es braucht anbieten.
  4. Copyleft auf alle spirituellen wie auch informativen materialien und kostenloses Internet mit modernen optischen Kabeln.
  5. Verbot von Öl und Gas und (?replacement of those in to homes and meia of production with ultramodern sun beehives and other pioneer and fully recycled forms of energy. (with reserve to wind power and descurt of biofuels)?)
  6. Stürmung der geheimen, von der Polizei beschützten Hurenhäuser und Freiheit für die versklavten Frauen die dazu gezwungen werden dort zu arbeiten.

Indymdia-Artikel

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No Justice No Peace – Solidarität den griechischen Genossinnen und Genossen

Kapitalismus tötet

Am letzten Samstag wurde der 15jährige Alexis Grigoropoulos von der griechischen Polizei ermordet. Augenzeugen berichten von einem gezielten Schuss in die Brust des Jungen. Daraufhin brachen landesweite Riots aus, die zeitweise ganze Stadtviertel in autonome Gebiete verwandelten. Die Wut über das vermoderte Bildungssystem, eine korrupte Regierung, eine Wirtschaft, die die Massen ausnutzt und nur wenige bereichert ist der Grund für diesen Aufstand, an dem sich BürgerInnen, GewerkschafterInnen, SchülerInnen, StudentInnen, AnarchistInnen, Autonome und andere Linke beteiligen. Die Trauer über den Mord an einem 15jährigem Schüler war der Funke, der ein Pulverfass zur Explosion brachte.

Auch in der BRD erhöht sich die Zahl der Opfer des Kapitalismus. Menschen werden dem Recht auf freie Bildung beraubt. Während Hartz IV Empfänger mit dem gerade mal zum Überleben nötigsten abgestraft werden, wird maroden Banken, die selbstverantwortlich für ihre Misere sind, das Geld nachgeschmissen. Migranten, die nicht in das Gesellschaftsbild zu passen scheinen oder als nicht verwertbare Humanware gelten, werden ohne mit der Wimper zu zucken beseitigt. Vor drei Jahren kam der migrant Oury Jalloh in einem Gefängniss in Dessau ums Leben. Er verbrannte gefesselt in einer Zelle. Die Hauptangeklagten wurden freigesprochen. Angeblich hätte sich Jalloh selbst verbrannt, wie das gefesselt möglich ist rückt den Freispruch in ein zweifelhaftes Licht. Immer wieder kommt es zu rechtsradikalen Äusserungen und Taten von europäischen Polizisten. Da überrascht es nicht, dass inzwischen Berichte über Vereinigungen von Faschisten und der griechischen Polizei bekannt wurden. Laut diesen Berichten überfallen Polizisten gemeinsam mit Faschos wahllos Menschen, die ihnen nicht in den Kram passen.

Solidarität allen Opfern von Polizeigewalt!

Griechenland zum Flächenbrand – burn europe Burn – smash capitalism!

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