Archiv für Kategorie Antirassismus

[muc] Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus

Greift ein gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!

Voraussichtlich im April 2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultz und André Eminger.

Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.

Im November 2011 wurde bekannt, dass die rassistischen und mörderischen Taten der Nazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sieben Jahre lang unter den Augen der Sicherheitsbehörden begangen wurden. Sie haben zehn Menschen ermordet und zwei Sprengstoffanschläge verübt. In den Medien wurde der Begriff „Döner-Morde“ geprägt und die Sonderkommission gab sich den Namen „Bosporus“. Damit schloss die Polizei von Anfang an rassistische Hintergründe der Morde aus, behandelte die Opfer wie Täter und ermittelte in Richtung organisierter „Ausländer-Kriminalität“.

Durch die rassistischen Ermittlungen der Sicherheitsbehörden wurden Familien, Verwandte und persönliches Umfeld der Opfer über Jahre überwacht und akribisch durchleuchtet. Durch den völlig unbegründeten Verdacht gegen das familiäre Umfeld der Opfer wurden soziale Zusammenhänge zerrissen und die persönliche Existenz zahlreicher Menschen zerstört. Der Rassismus von Behörden und Öffentlichkeit vehinderte so zweifach die Aufklärung der Morde: Während die Hinweise auf rassistische Hintergründe ausgeklammert und vernachlässigt wurden, erschien die These, migrantische Gewerbetreibende seien in mafiöse Strukturen verwickelt, der Polizei und einer breiten Öffentlichkeit unmittelbar einleuchtend und erübrigte weiteres Nachfragen.

Fünf der insgesamt zehn NSU-Morde fanden in Bayern statt, zwei davon in München. Zwischen dem „Thüringer Heimatschutz“, in dem die Haupttäter des NSU vor ihrem Abtauchen organisiert waren, und der bayerischen Naziszene bestanden in den 90er Jahren enge Verbindungen. Böhnhardt und Mundlos nahmen an verschiedenen Treffen und Veranstaltungen der Szene in Bayern teil. Einige der engsten Unterstützer_innen des NSU lebten oder leben immer noch in Bayern, u.a. Mandy Struck, deren Identität Beate Zschäpe im Untergrund angenommen hatte. Mit Tino Brandt und Kai Dalek stehen zwei V-Leute des Verfassungsschutzes auch für die Verbindung zwischen der thüringischen und der bayerischen Naziszene.

„Deutschland hat ein riesiges Rassismus-Problem“, sagte Kenan Kolat, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Anfang November.

[…]

weiterlesen auf: nsuprozess.blogsport.de

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03.10.12 [Muc] No ♥ for a deutschland

Am 2. und 3. Oktober finden in München die alljährlichen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit statt. Deutschland hat dabei offensichtlich allen Grund wieder stolz auf sich zu sein. Auf dem Weltmarkt präsentiert sich der Exportchampion als Krisengewinner und zwingt Länder wie Griechenland zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungs-programmen.

Selbstbewusst und mit der moralischen Überlegenheit des geläuterten Aufarbeitungsweltmeisters führt Deutschland Krieg und kann die militärische Absicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen sogar trefflich durch seinen „schmerzhaften und ehrlichen“ Umgang mit der eigenen Geschichte, den sogenannten zwölf dunklen Jahren, legitimieren. Deutschland schiebt ab, sortiert in Nützlinge und Überflüssige und kann die bestehenden Ressentiments, die in der Mitte seiner Gesellschaft grassieren, trefflich einem so genannten Extremismus unterschieben.

Wenn sich das gute Deutschland am 2. und 3. Oktober diesen Jahres feiern lässt, werden wir für die Dissonanzen im Loblied auf den globalen Friedensstifter sorgen. Denn Deutschland, genau wie jede Parteilichkeit mit dem eigenen nationalen Kollektiv und bereits das Konzept der Nation an sich, sind und bleiben scheiße und widersprechen absolut unserer Vorstellung eines schönen Lebens.

Jede Feier in Schwarz, Rot und Gold ist ein Angriff auf den guten Geschmack. Wir laden alle denen das dummdeutsche Selbstgefeiere auf den Geist geht zur lustvollen Nestbeschmutzung am 3. Oktober in München ein.

Infos und mehr auf:

3oktober12.blogsport.de

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Neue Antifa Gruppe in Traunstein

In Traunstein gibt es nun eine zweite linskradikale Gruppe:

Anna und Artur

Deren Seite findet Ihr unter:

http://annaarthurts.blogsport.de/

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[muc] 15.10.11 Rechtspopulist_innen den Tag vermiesen

Am Samstag, den 15. Oktober plant die Partei „Die Republikaner“ einen Aufmarsch in München. Die rechtspopulistische und rassistische Splitterpartei, die in den 80iger und 90iger Jahren einige Wahlerfolge verbuchen konnte, will damit „gegen die Euro-Politik der Bundeskanzlerin“ demonstrieren. Zu diesem Zweck wollen die „Republikaner“ bundesweit nach München mobilisieren, sprechen sollen u.a. ihr Bundesvorsitzender Rolf Schlierer, der bayerische Landesvorsitzende Johann Gärtner, sowie der Landesobmann der Salzburger FPÖ Karl Schnell.

Gegen diesen Aufmarsch der rechtspopulistischen und rassistischen „Republikaner“ rufen wir zu Protesten auf!

Die Republikaner haben in den letzten Jahren zunehmend an parteipolitischer Relevanz verloren. Während die Partei Ende der 80iger Jahre und Anfang der 90iger das wohl erfolgreichste Parteiprojekt rechts der CDU/CSU war und zweimal im baden-württembergischen Landtag und einmal im Berliner Abgeordentenhaus, sowie im europäischen Parlament vertreten war, fristet die Partei heute einzig auf kommunaler Ebene ein tristes Dasein. Das Aufkommen anderer extrem rechter Parteien, wie etwa der „PRO-Bewegung“ oder der Partei „Die Freiheit“ oder auch der sog. „Schillpartei“ vor einigen Jahren und nicht zuletzt die relativen Erfolge der NPD hat sie mehr und mehr in die weitgehende Bedeutungslosigkeit innerhalb der ohnehin zersplitterten deutschen Rechten getrieben.

[more auf antifa nt]

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Wegsperren – Abschiebehaft in Deutschland

Eine Kurzdoku über den Abschiebeknast in Ingelheim:

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[muc] 16.07. Bash Back! Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus


Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft
Bash Back!

Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers1 zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Gegen diese Veranstaltung rufen wir zu Protesten auf!

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland, wobei sie in ihrem völkischen Nationalismus Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands begreifen. Ihre Vorstellung von Nation gründet dabei in der rassistischen Blut-und-Boden-Ideologie, die systematisch nicht-weiße Menschen, Jüd_innen, Sint_izza, Romni_ja und viele andere ausschließt…

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Keine Ruhe für Rassist_innen

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rabatz online

Die Website der autonomen Vernetzung Oberbayern/Salzburg/Tirol „Rabatz“ erreicht ihr unter rabatz-buendnis.net

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Lagerschlussverkauf

Anti-Lager-Aktionstage in München: 11. bis 14. Juni 2009

Die langjährigen Kämpfe von antirassistischen Zusammenhängen in Bayern waren nicht umsonst. Nach viel Druck durch Kampagnen und Aktionen kann der bayerische Landtag seit der Wahl 08 die Bedingungen in den Lagern nicht mehr ignorieren. Dass es zu einer Änderung des Gesetzes, das den Lagerzwang regelt, kommen wird, steht fest. Zu befürchten ist, dass es allerdings nur zu Detailverbesserungen kommen wird und der Lagerzwang nur für einzelne Gruppen, aber nicht generell, aufgehoben wird.

Es liegt an uns, wir wollen keine faulen Kompromisse! Wir wollen den ganzen Lagerzwang ein für alle Mal abschaffen!

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Aktionsfahrplan

Dauerkundgebung

  • Do, 11. Juni – Sam. 13. Juni: Dauerkundgebung am Stachus

Donnerstag, 11. Juni 2009

  • 12.00 Uhr: Auftakt der Dauerkundgebung/Stachus
  • 13.00 Uhr: Innenansichten aus den Lagern: Öffentliches Hearing mit Flüchtlingen aus ganz Bayern/Stachus
  • ab 20.00 Uhr: Antirassistisches Kino, Teil 1. Stachus

Freitag, 12. Juni 2009

Keine Ruhe dem Lagerregime. Lärm und Rattentheater vor den Behörden

  • 11.00 Uhr: Regierung von Oberbayern/Maximilianstr. 39
  • 12.00 Uhr: Innenministerium/Odeonsplatz
  • ab 20.00 Uhr: antirassistisches Kino, Teil 2/Stachus

Samstag, 13. Juni 2009

  • 13.00 Uhr: Wir kloppen eure Lager in die Tonne. Bayernweite Demonstration/Stachus
  • 20.00 Uhr: Alles muss raus. Lageschlußparty. Ort: Pathos, Dachauerstr. 110, Leonrodplatz

Sonntag, 14. Juni 2009

  • 13.00 Uhr: Refugees Welcome! Antirassistisches Fussballturnier. SK73, Deisenhofenerstr. 18, U-Bahn Silberhornstr. Hirschgarten.

Aus Traunstein werden jeden Tag Menschen nach München zu den Aktionen hin- und wieder zurückfahren. Wer mitkommen möchte email an: antifa-arbeitskreis-ts@mail.3dl.am

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Offenes Info-Plenum am 09.05.09

In diesen Tagen, den letzten des sterbenden Kapitalismus, ist eine starke antifaschistische Bewegung von essentieller Bedeutung. Die derzeitige Krise des Kapitals bietet eine Chance, die sich so schon seit vielen Jahrzenten nicht mehr offenbart hat. Damit aus dieser Chance auch mehr wird müssen sich die, die sich klar zu Antifaschismus, Antisexismus, Antirassismus, gegen Antisemitismus, gegen Homophobie bekennen und sich selbst als Antikapitalisten verstehen, organisieren. Es reichen eben nicht die Spende für eine wohltätige Organisation, die Packung Fair-Trade Kaffee, die Demo gegen den letzten Krieg. Das sind wie unsere Freunde von Tarnac 9 in ihrem Aufruf feststellen „…als[…] rettende Gesten verkleidete Nicht-Handlungen…“. Wir bezeichnen diese Nicht-Handlungen auch als Ablassbriefe. Diese Ablassbriefe beruhigen nur das Gewissen und erzeugen ein „es gibt ja soviel zu tun; ich mach doch eh genug“ Gefühl.

„Was die herrschende Ordnung betrifft wissen alle, was sie davon zu halten haben […] dass ein soziales Regime im Todeskampf für seine Willkür keine andere Rechtfertigung mehr hat, als seine absurde Entschlossenheit – seine senile Entschlossenheit – einfach fortzudauern; dass die weltweite oder nationale Polizei völlig freie Hand bekommt, ihre Rechnungen mit denen zu begleichen, die aus der Reihe zu tanzen; […] dass sich die Masse der Menschen mit Hilfe von Lügen, Zynismus, Abstumpfung oder Pillen in dieser Ordnung der Dinge einrichtet…“ (Tarnac 9, Aufruf)

niemand kann vorgeben das nicht zu wissen.

Aber gerade in Gegenden wie Traunstein, geprägt von Jahrzenten Konservativextremismus und Katholizismus, wissen wir auch, wie schwer es ist sich zu organisieren. Es fehlen Orte wo wir uns treffen können. Wir sehen uns täglich direkter und indirekter Repression ausgeliefert. Aber genau das sind Dinge, die wir durch organisation bekämpfen können. Für die wenigen, von denen zur Zeit die komplette Antifaarbeit getragen wird, ist es allerdings sehr schwer alles auf sich ablasten zu können.

Es kommt auf alle von uns an auf jede und jeden, diesem System und den Nazis jetzt entgegenzutreten.

Deshalb veranstalten wir am Samstag den 09. Mai in Traunstein um 17:30 Uhr ein Infoplenum. Dort soll über anstehende Aktionen, die Zukunft von Anark-Ts (antifaschistischer Arbeitskreis Traunstein) und die allgemeine Situation für Antifas, Punks, Autonome und andere Linke diskutiert werden.

Den Treffpunkt erfahren die, die an antifa-arbeitskreis-ts@mail.3dl.am schreiben.

Für die Anarchie stören wir eure Ordnung!

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