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[muc] 16.07. Bash Back! Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus


Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft
Bash Back!

Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers1 zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Gegen diese Veranstaltung rufen wir zu Protesten auf!

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland, wobei sie in ihrem völkischen Nationalismus Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands begreifen. Ihre Vorstellung von Nation gründet dabei in der rassistischen Blut-und-Boden-Ideologie, die systematisch nicht-weiße Menschen, Jüd_innen, Sint_izza, Romni_ja und viele andere ausschließt…

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Skandal beim Tag der offenen Tür in Bad Reichenhaller Bundeswehrkaserne

Beim Tag der offenen Tür in der Bad Reichenhaller General-Konrad-Kaserne hatte die Bundeswehr als „Kinderprogramm“ das Modell einer offensichtlich durch Krieg zerstörten Stadt aufgebaut. Ruinen und kleine Brandherde bestimmten die Szenerie. Zwei Bundeswehrsoldaten ließen unter einem Tarnnetz Kinder mit Waffennachbauten auf die Miniaturstadt schießen. Die Bundeswehr hatte ein Miniatur-Ortsschild für diese Stadt gebastelt: „Klein-Mitrovica“.

Die im Kosovo gelegene Stadt Mitrovica erlangte traurige Berühmtheit, als dort 1999 trotz Anwesenheit der KFOR albanische Nationalisten das gesamte Roma-Viertel des Ortes plünderten und zerstörten. Mehrere tausend Häuser wurden dabei zerstört, ca. 8000 Roma wurden aus dem Ort vertrieben¹.

2004 wurden bei Anti-Serbischen Pogrome, die von Mitrovica ausgingen, viele Häuser und Einrichtungen der serbischen Bevölkerung zerstört, im ganzen Kosovo gab es viele Tote und hunderte zerstörte Häuser².

Im Zuge der Besatzung Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg waren in Mitrovica ab April 1943 Truppen der 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht, der auch die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger angehörten, stationiert³. Die Vorgängerorganisation der heutigen (Bundeswehr)Gebirgstruppe war dort zur „Partisanenbekämpfung“ eingesetzt. Als Teil der Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands waren die Gebirgsjäger an zahlreichen Massakern und Kriegsverbrechen, bspw. auf Kefalonia und auf Kreta beteiligt.

Erst vorletzte Woche hatte das RABATZ-Bündnis mit einer Demonstration auf die ungebrochene Verherrlichung der Wehrmacht durch die Bundeswehr und weite Teile der Reichenhaller Bevölkerung aufmerksam gemacht. Die Antifaschist_innen kritisierten dabei v.a. das sog. „Kretagedenken“, bei dem der deutsche Angriffskrieg gegen Kreta verherrlicht wird.

Dazu erklärt Anna Jade (Sprecherin des RABATZ-Bündnis):

„Die Bundeswehr versucht, schon kleinen Kindern Spaß an Waffen und militärischer Gewalt zu vermitteln. Kindern im Rahmen des Kinderprogramms Waffen in die Hand zu geben und sie auf eine Miniaturstadt schießen zu lassen, ist ein unfassbarer Skandal. Die Bundeswehr hat die Miniaturstadt „Mitrovica“ genannt. Sie verherrlicht damit im Kinderprogramm Pogrome. Dies ist eine widerwärtige Verhöhnung der Opfer.
Wir haben in letzter Zeit mehrfach auf die Verherrlichung von Kriegsverbrechen in Bad Reichenhall aufmerksam gemacht. Durch den neuen Skandal sehen wir uns darin bestätigt, antimilitaristisch und antifaschistisch zu intervenieren. Wir fordern:

  • die sofortige Schließung der nach dem SS-General Rudolf Konrad benannten General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall
  • eine kritische Aufarbeitung der Geschichte Bad Reichenhalls und ein würdiges Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
  • die sofortige Beendigung der Verherrlichung des Nationalsozialismus, der Wehrmacht und der Gebirgstruppe
  • die sofortige Entschädigung der Opfer der nationalsozialistischen Gebirgstruppen und ihrer Angehörigen
  • ein dauerhaftes Bleiberecht für alle Menschen, die aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen sind, anstatt der Bagatellisierung der antiserbischen und antiziganistischen Pogrome
  • die sofortige Beendigung von militaristischen Werbeaktionen der Bundeswehr, insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen
  • den sofortigen Rücktritt der für den Tag der offenen Tür verantwortlichen Personen der Bundeswehr.“

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21.05.11 Bad Reichenhall – Wo die Zeit Urlaub macht

21.05.2011 – Von Mittenwald nach Bad Reichenhall
Wo die Zeit Urlaub macht
Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls!

Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstörte. Zum 70. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta rufen wir dazu auf, am Sa, 21.05.2011 in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand zu demonstrieren.

[weiterlesen auf badreichenhall.org]

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[muc] 30.04.11 Stadt für Alle – Alles für Alle

Am Abend des 30. Aprils wollen wir unter dem Motto „Stadt für Alle – Alles für Alle“ mit einer antikapitalistischen Demonstration durch München ziehen. Es geht uns dabei um eine kollektive (Wieder-) Aneignung des städtischen Raums, der in kapitalistischen Gesellschaften immer Menschen ausschließt, an den Rand drängt und unsichtbar macht. Mit der Wahl des Datums stellen wir uns bewusst in den Kontext der 1. Mai – Demonstrationen, wollen uns aber gleichzeitig dem dort zelebrierten Arbeitsethos entziehen und eine antikapitalistische Perspektive jenseits von Lohnarbeit aufzeigen.

Wir wollen eine Stadt, in der öffentlicher Raum allen zugänglich ist, in der unsere Bewegungs- und Handlungsfreiheiten nicht eingeschränkt werden. Sei es durch institutionelle Kontrollmechanismen wie Kameraüberwachung, Bullen oder private Sicherheitsdienste; sei es durch strukturelle Mechanismen wie den gesellschaftlichen Ausschluss von Erwerbslosen und Obdachlosen; sei es durch sexualisierte Gewalt. Wir wollen eine Stadt in der Zugang zu Wohnraum sich nicht nach Einkommen, Nachname, Gender oder Herkunft richtet, in der barrierefreie Architektur allen Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht und in der Menschen nicht durch Gentrification aus ihren Vierteln vertrieben werden.
Gerade für München ist es bezeichnend, dass einerseits zehntausende Quadratmeter an Büro- und Gewerbeflächen leerstehen, während andererseits jede_r weiß, wie lange die Wohnungssuche hier dauern kann. Ganz zu schweigen von all denjenigen, die sich die Mieten hier nicht leisten können und ins Umland oder in andere Städte abgedrängt werden.

Kein Mensch kann mit offenen Augen einen Tag durch München gehen, ohne Zeug_in oder Betroffene_r rassistisch-motivierter Personenkontrollen zu werden. Dies ist nur ein Aspekt, wie Rassismen sich in und durch Städte äußern. „Geduldete“ Flüchtlinge sind durch rassistische Gesetze in Bayern dazu gezwungen in Lagern zu leben, die oft fernab von Städten und Verkehrsmitteln liegen, sowie katastrophale hygienische und wohnliche Bedingungen aufweisen. An Privatsphäre ist in Gruppenzimmern und mit einem Personal, das sich mit seinen Schlüsseln jederzeit Zutritt verschaffen kann, nicht zu denken. Vielfach sind Bewohner_innen der Lager betroffen von sexualisierter Gewalt von Seiten des Personals vor Ort, was allerdings meist nicht zur Anzeige gebracht wird.
Flüchtlingen ist schlichtweg untersagt, sich selbstständig eine Wohnung zu suchen und – durch die Residenzpflicht – sich frei zu bewegen. Städtische Räume sind also maßgeblich auch durch oft vergessene oder unsichtbar gemachte rassistische Ausschlussmechanismen geprägt.
Auch unkommerzielle Kunst und Kultur hat es in kapitalistischen Städten, allen voran in München, schwer. Dort wo sie sich nicht in Verwertungs- und Nützlichkeitslogiken integrieren kann oder will, stößt sie auf Widerstand und Repression. Vormals antagonistische/widerständige Kultur und Praxen haben sich dem kapitalistischen Prozess angepasst: sei es durch Clubs, in denen „alternative“ Bands 15 Euro Eintritt und das Bier 4 Euro plus Pfand kosten, sei es durch hippe Musikszenen, die sich höchst profitabel vermarkten lassen oder sei es durch Strategien, die StreetArt in einem kapitalistischen Kalkül nutzen wollen. Die Formen unkommerzieller Kunst und Kultur, die sich solch einer Vereinnahmung und Integration entziehen, bleiben als „Ruhestörung“ und „Vandalismus“ mit (staatlichen) Repressionsapparaten konfrontiert.
Unser Widerstand richtet sich nicht nur gegen die (Um-) Strukturierungen von kapitalistischen Städten, sondern gegen den Kapitalismus als Ganzes, dem diese Prozesse zu Grunde liegen. Mit unseren vielfältigen Kämpfen für ein schönes, selbstbestimmtes Leben für Alle in der Stadt und überall streben wir eine Kompliz_innenschaft mit anderen, emanzipatorischen und sozialen Kämpfen gegen die kapitalistische, herrschaftsförmige Gesellschaft, in der wir leben, an.

Vielfältig! Kreativ! Bunt! Unkontrollierbar!

Kommt alle zur antikapitalistischen, linksradikalen Abenddemo am 30. April 2011 um 18 Uhr zum Weißenburger-Platz (U/S-Bahn Rosenheimerplatz) in München!
Aufrufe, und weitere Infos: le-monde.tk

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[sbg] 09.04.11 enough is enough

09.04.11 // 15.00 // Platzl (Anfang Linzergasse) // Salzburg

Als im Jänner 2011 Unbekannte drei zum Gedenken an von den Nazis im KZ ermordete jüdische Familie Neuwirth in der Arenbergstraße verlegte Stolpersteine ausgruben, stahlen und das entstandene Loch mit Beton ausgossen, meinte Burghard Vouk, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, dass neben “einer politischen Motivation” auch ein “reiner Messingdiebstahl denkbar wäre”. Denn “eine besonders aktive rechtsradikale Szene gebe es in Salzburg derzeit jedenfalls nicht”. Dabei ist Messingdiebstahl als Motiv absolut unwahrscheinlich. Die Stolpersteine sind nur mit einer dünnen Schicht Messing überzogen, dafür würde kein vernünftiger Dieb und keine vernünftige Diebin sich die Mühe machen, die Steine mühsam zu entfernen und dann noch die Stelle zuzubetonieren.
Diese Episode aus der jüngsten Salzburger Geschichte verdeutlicht vor allem eines: die anständige Mitte der Gesellschaft will die Probleme mit den extrem Rechten nicht sehen. Selbst wenn sie mit der Nase in der braunen Scheiße steckt, will sie, wenn man sie danach fragt, nichts gerochen haben.

[weiterlesen auf antifa-s.tk]

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Solidarität mit dem Sub in Salzburg

Am Samstag, dem 19.2. kam es erneut zu einer Attacke von Neonazis und Hooligans auf das selbstverwaltete Sozial- und Kulturzentrum SUB in der Müllnerhauptstraße. Nachdem das Stammlokal der Neonazis, die Müllnerstube, wegen Umbauarbeiten geschlossen war, stellte dies nun den ersten Übergriff seit 3 Monaten dar. Chronik der Ereignisse: Wir haben ein Problem

Um ca. 23 Uhr versuchten mehrere Personen die versperrte Tür des SUB einzutreten, was ihnen nach kurzer Zeit auch gelang. Zu diesem Zeitpunkt befand sich nur ein SUB-Vereinsmitglied in den Räumlichkeiten. Nach gewaltsamer Öffnung der Tür stürmten 3 Personen, 2 davon vermummt, ins Innere, rissen antifaschistische Poster von der Wand und attackierten das Vereinsmitglied mit einem Schlag ins Gesicht. Die Schläger wurden aber schnell von ihrem vermeintlichen Anführer zurückgepfiffen. Dieser drohte dem Vereinsmitglied mit einem großangelegten Angriff, sollte noch einmal im Internet über die Neonaziübergriffe berichtet werden. Ein Augenzeuge berichtete von weiteren 15-20 Neonazis vor dem SUB, welche pyrotechnische Gegenstände unter Autos warfen und mit “Sieg Heil!” grüßten.

Bitte verbreiten sie diese Information. Das SUB erwartet nun weitere Übergriffe und hofft auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

Kein Platz für Nazis und deren Ideen. Niemals, nirgendwo!

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Dresden – die Proteste & Blockaden gegen den Naziaufmarsch am 19.02.11

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Busanreise nach Dresden

Am 13. Februar 2010 wurde der größte und wichtigste Naziaufmarsch Europas in Dresden blockiert. Auch 2011 planen Nazis anlässslich der Bombadierung Dresdens durch die Alliierten, welche sie entsprechend der nationalsozialistischen Propaganda zu einem „Völkermord aus der Luft“ stilisieren, in der Stadt aufzumarschieren, wobei sie in Teilen an im deutschen Geschichtsdiskurs verankerte Opfermythen anknüpfen können.
Lasst uns am 19. Februar 2011 den Naziaufmarsch verhindern und den Mythen der Dresdener und gesamtdeutschen Geschichtspolitik eine Absage erteilen! Von München aus wird es hierzu eine gemeinsame Busanreise geben.

Karten gibt es Mittwochs und Freitags für 30 Euro an der Theke im Kafe Marat in München oder per mail an antifa-nt[a]riseup.net.
Im Rahmen des Antifa-Café im Kafe Marat am 3. Februar findet eine Infoveranstaltung zu den antifaschistischen Aktionen statt.

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Dresden 2011 – Naziaufmarsch verhindern

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