Griechenland Soli in Traunstein


Am Samstag trafen sich einige junge Menschen auf dem Christkindlmarkt von Traunstein. Dort führten sie ein kurzes Straßentheater auf, indem sie auf ein aktuelles Ereignis aufmerksam machten. Denn vorletztes Wochenende war in Griechenland ein 15-jähriger unter noch nicht geklärten Umständen von einem Polizisten erschossen worden. Zweimal ertönte dabei ein lauter Knall, der symbolisch die Pistolenschüsse darstellte. Mit Straßenkreide wurde dabei um die “Leiche”Kapitalismus tötet? geschrieben. An Passant_innen wurden Flyer verteilt. Die Reaktionen der Passant_innen waren unterschiedlich, einige klatschten und lobten, während ein anderer meinte:”So etwas sagt man doch nicht vor Kindern!?” Weihnachten ist ?stade Zeit?, Familienzeit, aber auch Spendenzeit. Es ist schade, dass vielen, wie diesem alten Herrn, dabei offensichtlich jedes politische Bewusstsein fehlen.

Doch täglich sterben Menschen überall auf der Welt an den Folgen von Ausbeutung, Unterdrückung, Folter, Haft, oder wie in Griechenland, wegen Polizeiwillkür. Auf diese Realität friedlich aufmerksam machen, sollte eigentlich das Recht jeder/s Bürger_in sein.

Auf dem Heimweg wurde die vermeintliche Gruppe  von Polizist_innen festgehalten und drei Stunden in Gewahrsam genommen. Ein junges Mädchen, das nur zufällig neben den vermeintlich Schuldigen gegangen war, wurde ebenfalls stundenlang festgehalten. Ihrer Aussage, sie habe nichts mit der Gruppe zu tun, wurde kein Glaube geschenkt.

(externe/r Autor_in)

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