Befreite Gesellschaft statt faschistischer Hetze – Kein Naziaufmarsch am 23.Mai


Am 23. Mai 2009 wollen Nazis aus dem Spektrum der so genannten „Freien Nationalisten München“ (FNM) einen Naziaufmarsch in München durchführen. Unterstützt werden sie dabei von Personen aus der NPD, bzw. deren Tarnliste im Münchner Stadtrat, der so genannten „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA). Dies ist jetzt schon der zweite Neonaziaufmarsch in München innerhalb von sechs Wochen. Ursache dafür ist die momentane Spaltung der Münchner Neonazi-Szene in zwei Fraktionen, dass „Freie Netz Süd“ um Norman Bordin, das bereits am 11. April dieses Jahres durch München marschierte und das die Zusammenarbeit mit der NPD zur Zeit kategorisch ablehnt und in die oben genannten FNM um Philipp Hasselbach, die trotz ihrem an den sogenannten „Autonomen Nationalisten“ orientierten Auftreten wieder stark mit der NPD kooperieren. Aufgrund dieser Konkurrenzsituation innerhalb der Nazi-Szene kommt es nun also zum zweiten Naziaufmarsch innerhalb kürzester Zeit in München.

Das Nazis ihre faschistische, rassistische, antisemitische, sexistische und homophobe Propaganda auf die Straße tragen wollen, werden wir auch diesmal nicht hinnehmen! Der Naziangriff auf die DGB-Demo in Dortmund am 1. Mai hat wieder gezeigt, dass sich der Neofaschismus zu einer Kraft entwickelt hat, die für viele Menschen eine reale Bedrohung ist, sei es für Migrant_innen, Jüd_innen, Homosexuelle oder Antifaschist_innen aller Couleur. Aus Selbstschutz und Solidarität mit den Betroffenen, aber auch im Gedenken an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus, ist es wichtig, dass alle Menschen, die diesem faschistischen Treiben nicht länger zusehen wollen, sich gemeinsam den Faschist_innen entgegenstellen. Den Nazis muss jedesmal aufs Neue in aller Deutlichkeit gezeigt werden, dass es weder in München noch sonstwo Platz für sie und ihre menschenverachtende Hetze gibt!Das wir uns allerdings in diesem Punkt nicht auf den Staat und seine Organe verlassen können, zeigen die massiven Polizeieinsätze, mit denen die letzten Naziaufmärsche in München beschützt und durchgesetzt wurden. Und auch diesmal wird die Polizei wieder alles daran setzen, diesen Aufmarsch gegen alle Proteste durchzusetzen. Um also am 23. Mai ein möglichst starkes Zeichen gegen den Faschismus zu setzen, ist es notwendig, dass sich möglichst viele verschiedene Leute selbst organisieren und eigeninitiativ mit kreativen Aktionen an den Protesten gegen diesen Aufmarsch beteiligen, denn Antifaschismus geht uns alle an!

Doch Antifaschismus ist mehr, als nur reflexhaft den Nazis hinterherzulaufen. Es geht vielmehr auch darum, konsequent gegen die autoritäre, rassistische und sexistische kapitalistische Gesellschaftsordnung Stellung zu beziehen, die den Faschismus ursächlich hervorbringt und immer wieder hervorbringen kann. An die Stelle dieser –
sich gerade in einer existentiellen Krise befindenden – kapitalistischen Verhältnisse wollen wir die positive Utopie einer weltweiten, solidarisch organisierten, befreiten und klassenlosen Gesellschaft setzen, in der Ausbeutung und Unterdrückung aller Art – und ergo auch der Faschismus – keinen Platz mehr haben. Deshalb kommt alle auf die antikapitalistische und antifaschistische Demonstration vor dem Naziaufmarsch am 23. Mai um 11.00 Uhr auf dem Georg-Freundorfer Platz (U4/U5 Schwanthalerhöhe) im Münchner Westend, danach gibts Aktionen gegen den Naziaufmarsch!

Antifa-Demo: 23.05.09, 11.00 Uhr, Georg-Freundorfer Platz (U4/U5 Schwanthalerhöhe





Reclaim the Antifa!
Für mehr Präsenz von Frauen auf der Antifademo am 23. Mai in München!

Am 23.05. wollen Nazis aus dem Spektrum der so genannten „Freien Nationalisten München“ einen Aufmarsch in München durchführen. Aus Selbstschutz uns Solidarität mit Betroffenen neonazistischer Gewalt, aber auch im Gedenken an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus ist es wichtig, dass alle Menschen die dem faschistischen Treiben nicht länger zusehen wollen, sich den Faschist_innen in den Weg stellen. Doch Antifaschismus ist mehr, als nur reflexhaft Nazis hinterherzulaufen. Es geht vielmehr darum, konsequent gegen die sexistische, autoritäre und rassistische Gesellschaftsordnung des Kapitalismus Stellung zu beziehen, die den Faschismus ursächlich hervorbringt und immer wieder hervorbringen kann.

Allerdings zeichnen sich Antifademos üblicherweise dadurch aus, dass Männer zahlenmäßig und in ihrem Auftreten präsenter sind als Frauen.

Dem wollen wir etwas entgegenhalten!

Deshalb kommt alle zum Frauenvorbereitungstreffen am Dienstag, den 19. Mai um 20.00 Uhr ins Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 104 / 2. Aufgang.

Riots not diets!!!!

mit solidarischen Grüßen,
asab_m

P.S.: Den Aufruf gibts auch als schickes Poster. Wer will, kann sich dieses zum Weiterverbreiten am Freitag, den 15. Mai im Freitagskafe im Kafe Marat abholen.

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